Dieses Jahr ging es für mich im Februar wieder nach Hyères zum Trainingslager. Nach einer zu langen Fahrt (ca. 22 Stunden so gut wie nonstop) fuhren wir erst einmal zu unseren Unterkünften, stellten den Trailer ab und bezogen unsere Apartments, da wir mit strömendem Regen empfangen wurden. Natürlich erledigten wir an diesem Tag zunächst organisatorische Dinge wie Einkaufen etc., kamen in Ruhe an und richteten uns so ein, dass wir am nächsten Tag direkt durchstarten konnten.
Gesagt, getan – mit Sonnenschein und einer leichten Brise ging es am Vormittag zum Hafen, wo wir zügig die Boote abgeladen haben und dann auch unsere ersten Wasserstunden in 2025 sammelten. Am Vormittag waren die Bedingungen noch schwierig, weil die Welle von den vorherigen Tagen noch auf Süd stand, der Wind aber bereits aus Ost kam. Doch die Freude, nach einer doch sehr langen Winterpause wieder auf dem Wasser zu sein, überwog.
In den ersten Tagen, in denen noch Leichtwind vorherrschte, konzentrierten wir uns mit unserem Trainer Alex auf grundlegende Dinge wie Manöver und Fahrtechnik im Allgemeinen. Ich freute mich aber schon auf die zweite Woche unseres Trainingslagers, weil die Vorhersagen sehr viel Wind versprachen. Schon am Samstag, also nach gut einer Woche, war er dann da – der Wind. Wir hatten bereits am Tag zuvor einen Plan gemacht, dass wir heute auf den Frühsport verzichten und stattdessen morgens eine Einheit versuchen, weil der Wind im Laufe des Tages immer weiter zunehmen sollte. Also fuhren wir um 7:30 Uhr zum Hafen und machten alles sehr schnell fertig, sodass wir es pünktlich um 8:00 Uhr aufs Wasser schafften. Die Bedingungen waren wirklich traumhaft: 20 Knoten Grundwind und wunderschöne Wellen. Alex legte einen kurzen Kurs aus, und wir übten schnelle Manöver sowie Sicherheit bei diesen Bedingungen. Zum Schluss sind wir noch lange Halbwinde gefahren – das war definitiv das Highlight des Trainingslagers. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht!
Für die letzten Tage nutzten wir noch jede Chance, aufs Wasser zu kommen. Wir schlugen sogar (nach einiger Überzeugungsarbeit von Alex) Go-Kart-Fahren aus und gingen stattdessen nochmal als ILCA-6-Trainingsgruppe aufs Wasser. Alles in allem war es ein wunderbarer Auftakt in das Jahr 2025. Wir haben viel Neues gelernt, viele Skills wiederholt und gefestigt.
Jetzt heißt es für mich erst einmal zwei Monate intensive Vorbereitung für die JEM in Vilamoura (Portugal) im April. Das Revier ist im Frühling auch bekannt für sehr schwankende Bedingungen – wir hatten also die perfekte Vorbereitung. Danach stehen viele „kleinere“ Regatten an, z. B. YES Kiel. Diese sind dann wiederum die Vorbereitung für die WM, die dieses Jahr im Rahmen der Kieler Woche stattfindet, bei der bereits jetzt schon über 100 Segler aus 20 verschiedenen Nationen gemeldet sind. Kurz vor den Sommerferien geht es dann zur „Mission Titelverteidigung“ nach Wismar zu meiner letzten Jugend-Deutschen-Meisterschaft.
Ein Event, auf das ich mich besonders freue, ist die DM in Warnemünde – vielleicht ja dann mal mit fertiger Sportschule und vernünftigen Umkleiden?!
Im Herbst heißt es dann Abschied nehmen vom kleineren Segel und der Bootsklasse ILCA 6 und der Umstieg in die olympische Bootsklasse ILCA 7 mit größerem Segel. Ohne Verzögerung geht es dann direkt weiter zur Europameisterschaft in Kroatien, aber diesmal U21 und im ILCA 7.
Ich freue mich darauf, ein weiteres Jahr den MYCR national und international repräsentieren zu können, und bedanke mich für die Unterstützung – ohne diese wäre ich nicht da, wo ich heute bin.
Auf eine erfolgreiche Saison 2025!
Beste Grüße, Mo
…spannend. Wir wünschen Dir viel Erfolg und dabei irre viel Spaß.